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Elternbrief unseres Elternbeirats

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

als erstes möchten wir euch ein großes Lob der Schulleitung weitergeben: im Umgang mit positiven Coronatests, unter Quarantäne stehenden Familienmitgliedern und erkrankten Kindern verhaltet ihr euch sehr umsichtig. Vielen herzlichen Dank dafür! Denn dank eures vorbildlichen Verhaltens konnten größere Ausbrüche bisher vermieden werden.

Leider stimmt uns ein anderes Thema eher traurig und nachdenklich. Seit fast zwei Jahren beherrscht Corona unser Leben und unseren Alltag. Den Schulschließungen und Lockdownmaßnahmen der Vergangenheit, vor allem den Kontaktbeschränkungen, ist es geschuldet, dass viele unserer Kinder nicht mehr wissen, wie sie sich im täglichen Miteinander verhalten sollen und verunsichert sind. Wir wünschen uns, dass sich alle Kinder an der Schule wohlfühlen und einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander pflegen.

Leider ist es so, dass es zur Zeit häufig zu Gewalt auf dem Pausenhof kommt oder dass Mitschüler ausgelacht werden. Dieses Verhalten ist seit den Lockdownmaßnahmen verstärkt anzutreffen.

Seit die Schule wieder geöffnet hat, kommt es außerdem zu unschönen Aktionen auf den Toiletten. Waschbecken werden verstopft, mutwillig Überschwemmungen herbeigeführt und das “Geschäft” rund um die Toiletten verrichtet. Es ist für alle Kinder nicht schön, solche Toiletten aufzusuchen.

Der Umgang miteinander und auch das Verhalten zuhause sind natürlich ein anderes als in der Schule. Trotzdem glauben wir, dass ein gutes Zusammenspiel von Zuhause, Schule und Kind dabei helfen kann, die Situation zu entschärfen.

Daher bitten wir um eure Unterstützung.

Bitte besprecht mit euren Kindern, wie man sich auf der Schultoilette verhält: das “Geschäft” gehört in die Toilette, die Bürste darf sachgemäß benutzt werden, Spülen ist Pflicht, benutzte Papierhandtücher gehören in den Müll und nicht auf den Boden oder ins Waschbecken. Grafitti, Verstopfungen und Überschwemmungen sollen zum Wohle aller unterbleiben, denn jeder will eine saubere Toilette benutzen.

Außerdem ist es nicht okay andere Kinder auszulachen oder ihnen mit Gewalt zu begegnen. Kein Kind will von anderen so behandelt werden. Es gab auch schon Fälle, dass Schüler*innen morgens zu Hause geweint haben, weil sie nicht in die Schule wollten, aus Angst vor einem solchen Verhalten, welches ihnen entgegengebracht wurde. Das ist sehr traurig und wir möchten sowas gerne künftig vermeiden.

Vielleicht bietet sich ein Anlass, die “goldene Regel” mit eurem Kind zu besprechen. “Was du nicht willst, das man dir tut, das füg’ auch keinem anderen zu.” ist ein Leitsatz, an den man sich sein gesamtes Leben lang halten kann.

Anbei schicken wir euch noch ein paar Buchtipps zu dem Thema.

- Alle sind willkommen! (Patricia Hegarty/Greg Abbott; ars Edition)

- Schmollen, grollen, fröhlich sein (Katharina Mauter/Bjarke; Kaufmann-Verlag)

- Kleiner Drache – Große Wut (Robert Starling; esslinger-Verlag)

- nur wir alle (Lorenz Pauli/Kathrin Schärer; atlantis)

Auch steht jederzeit die Jugendsozialarbeiterin Frau Gebhardt sowohl für die Eltern als auch für die Schüler*innen gerne zur Verfügung. Sie berät und unterstützt die Eltern und Schüler*innen gleichermaßen. Die Beratung ist kostenfrei und unterliegt der Schweigepflicht.

Herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit.

Viele Grüße von

Eurem Elternbeirat

Anna-Grundschule
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